Samstag 10. Mai 2025, 19.00 Uhr
im Sommerrefektorium


Vormuttertagskonzert
Vom Lachen, Scherzen und Staunen

Allerlei Tiere kommen zur Sprache, eine Uhr tritt in Erscheinung und schlägt munter die Viertel und die Stunden, dann ein plötzlicher Weckruf, Hirten musizieren auf dem Feld, ein Türkenheer belagert Wien – die Christen siegen, Achtung hier kommt die Postkutsche!
Was es nicht alles gibt in der barocken Schatzkiste der virtuosen Violinmusik.
Ein fröhlicher Vormuttertagsabend ist vorprogrammiert.


PROGRAMM


J.J. Aumann
Pastorella

A. Schmelzer
Die Belagerung Wiens

J.J. Aumann
Die Hex

H.I.F. Biber
Die Postkutsche

Ernest Frauenberger (Text: Maurus Lindemayr 1723-1783)
Primizlied: “Leckts mön Arsch Menscha! Jezt geh I davon“

* * *

H.I.F. Biber
Die Uhr

Ernest Frauenberger (Text: Maurus Lindemayr)
„Die zwei wichtigsten Dinge“

H.I.F. Biber
Sonata Representativa

 


ARS ANTIQUA AUSTRIA,
Leitung: Gunar Letzbor

Gunar Letzbor – Violine
Mira Letzbor – Violine
Markus Miesenberger – Viola, Gesang
Claire Pottinger – Violoncello
Salzburger Lautenconsort:
Hubert Hoffmann – Laute
Jakub Mitrik – Chitarra thiorbata
Daniel Oman – Colascione



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Fotocredit: Mira Letzbor

 

ARS ANTIQUA AUSTRIA, Leitung: Gunar Letzbor
Ensemble für neue Barockmusik

Österreichische Barockmusik steht im Mittelpunkt des Repertoires dieses ungewöhnlichen Barockensembles. Die zu dieser Zeit am Wiener Kaiserhof gepflegte Musik zeigte zuerst starke Einflüsse aus Italien, später aus Frankreich, wobei sich auch das spanische Hofzeremoniel auf das künstlerische Schaffen auswirkte. Der typisch österreichische Klang dieser Epoche wurde durch den Einfluß der vielen Kronländer geprägt. Die politischen und gesellschaftlichen Grenzen im Österreich der Barockzeit waren viel weiter ausgedehnt als heute. Elemente der Volksmusik aus dem Slawischen, dem Ungarischen und der alpenländische Musik beeinflußten damals die Kunstmusik nachhaltig und gaben ihr den spezifischen Klang. Der österreichische Klang spiegelt aber auch das Temperament und den Charakter des damaligen Österreichers wieder, eines Menschen im Schmelzpunkt vieler unterschiedlicher Kulturen. Darin vereinigen sich die Lebenslust des Südländers, die Melancholie der Slawen, das Formalistische der Franzosen, das Hofzeremoniell der Spanier und das original Alpenländische des deutsch-sprachigen Raumes. Diese Mischung aus Hofmusik und Volksmusik mit einer tänzerischen Note machen den typisch österreichischen Klang aus.
Die ersten Jahre standen für ARS ANTIQUA AUSTRIA – neben zahlreichen Konzertauftritten – ganz im Zeichen der musikwissen-schaftlichen Aufarbeitung des Schaffens österreichischer Barockkomponisten. Aus dem reichen Fundus wiederentdeckter Werke entstanden mehrere erfolgreiche Ersteinspielungen. So gab es für die Tonträger mit der Musik von Weichlein, Biber, Conti, Viviani, Radolt, Mealli, Arnold, Caldara, Bononcini, Bertali, Aufschnaiter, Vilsmayr, Vejvanovsky, Schmelzer, Muffat und Johann Sebastian Bach enthusiastischen Beifall bei internationalen Fachrezensenten.
Seit dem Jahr 2002 übernimmt das Ensemble die Gestaltung eines eigenen Konzertzyklus im Wiener Konzerthaus, wenige Jahre später folgt der Zyklus auch im Brucknerhaus Linz.
Gunar Letzbor bekam zusammen mit seinem Ensemble ARS ANTIQUA AUSTRIA einen „Cannes Classical Award“ für seine Einspielung der „Capricci Armonici“ von G.B.Viviani verliehen.