Samstag 24. Mai 2025, 19.00 Uhr
im Sommerrefektorium


„Trummet“
ist ein herrlich Instrument, wenn ein guter Meister/ der es wol und künstlich zwingen und regieren kann / drüber kömt“

Mit dem strahlenden Klang der Trompete genügte man zur Freude der Regenten und man verband damit die Macht und den Prunk der geistlichen und weltlichen Obrigkeiten. 11 Trompeten werden auch Sie in ihren Bann ziehen und das barocke Kloster in herrschaftlichen Glanz einhüllen.


PROGRAMM


Barocke und klassische Musik für Trompeten-Consort


IMPROVISATION
Einzugsmusik nach alter Tradition der Hoftrompeterkorps
Nach einer Anleitung von C. Bendinelli (1542 – 1617)
Hoftrompeter in Wien von 1567 - 1580

J. G. REICHE (1667 – 1734)       
Trompeter von J. S. Bach in Leipzig
Fanfare für 3 Solotrompeten um 1720

G. B. VIVIANI    (1638 - 1693)
Sonata Prima für Solotrompete und Orgel         

B.  PASQUINI     (1637 – 1710)
„Variazioni per il Paggio Todesco“    

J. J. Loewe (1629 - 1703)   
2 Capriccien    f. 2 Trompeten und Orgel     

R. WEICHLEIN (1652 – 1706)   
3 Duette: Intrada, Menue, Fanfare (1695)

Anonym (Wien)   
4 Aufzüge Nr. 10, 11, 12, 13

A. D. PHILIDOR (1652 – 1730)
Marsch für Pauke Solo

ANONYMUS       
Sonate á 5 Clarini in C-Dur   
Kremsier (1670)

* * *

J. E. Altenburg (1734 - 1801)
Concerto á 7   

G. FANTINI
Sonata a due trombe, detta del Gucciardini

B.  PASQUINI   
„Toccata per organo“

G. B. VIVIANI   
Sonata Seconda f. Solotrompete und Orgel

D. SPEER (1636 - 1707)       
Ein Aufzug im Trippel-Satz
Ein Aufzug mit Trompeten á 6

H. I. F. BIBER    (1644 – 1704)   
Sonata á 7





Schwanthaler Trompetenconsort:

Franz Landlinger,
Wolfgang Gaisböck,
Raphael Pouget,
Martin Mühringer,
Bernhard Mühringer,
Bernhard Bär,
Marijn Mauser,
Degenhart Reichberger

- Trompeten
Stefan Reichinger - Pauken
Thomas Baur - Posaune
Rafael Hörandner - Orgel




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Das vorliegende Programm beinhaltet einen Querschnitt der höfischen Literatur für Trompeten aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Musik für eine solistische Trompete bis hin zu Kompositionen, die ein Trompeten-Consort mit bis zu elf Ausführenden verlangt, demonstrieren eine atemberaubende Klangpracht. Die Akustik vieler barocker Kathedralen bot sich für chorische Aufstellungen an, und so wird auch der Konzertraum von allen Seiten beschallt, um klanglich und dynamisch alle Facetten der barocken Trompeten-Musik erlebbar zu machen.
Durch die Verwendung von Kopien historischer Trompeten und der Berücksichtigung aktueller Erkenntnisse der historischen Aufführungspraxis erklingen die Werke so, wie es sich die jeweiligen Komponisten vorgestellt haben könnten.


 



 Schwanthaler Trompetenconsort


Gegründet wurde das Schwanthaler Trompetenconsort im Jahr 2000 unter dem Aspekt, der Musik an fürstlichen Höfen vom 16. – 18. Jahrhundert eine Renaissance erleben zu lassen.
Das Ensemble besteht – wie in damaligen Hofkapellen üblich – je nach Programm, aus bis zu 8 Trompeten und einer Pauke, bei Konzerten auch mit Orgel, Pauke und Posaune.

Derartige Trompetenkorps traten bei vielen Festlichkeiten vor allem am Hofe in Wien (bis zu 24 Trompeter) und anderen höfischen Metropolen Europas auf und repräsentierten – je nach Größe – die Macht des Herrschers.

Gespielt wurde Tafelmusik, bei Rossballetten und sonstigen Festen und Prozessionen.
Das Schwanthaler Trompetenconsort spielt ausschließlich auf historischen Barocktrompeten und lässt so deren besonders festlichen Klang wieder auferstehen.

Den bisherigen Höhepunkt erreichte das Ensemble beim Internationalen Biber Wettbewerb 2011 in St. Florian bei dem es die Punktewertung und somit den Biber Preis gewann und der damit verbundenen Einladung beim Westdeutschen Rundfunk (WDR) in Köln zu einem Konzert im Funkhaus!

Die erste CD, die 2015 mit dem Titel „L´Arte della Trombetta“ erschien, fand internationalen Anklang!

Im Jahr 2017 erhielt das Schwanthaler Trompetenconsort eine Einladung zum renommierten Festival Tage Alter Musik in Regensburg, die es gerne annahm!
2019 trat es beim Festival für Alte Musik in Herne auf und im Jänner 2022 beim Festival Resonanzen im Wiener Konzerthaus. Im Jahr 2025 wurde das Ensemble für die Feuerwerksmusik von G. F. Händel von der Wiener Akademie in den Musikverein nach Wien geladen.