Die Juri
Konzertveranstalter:
Xavier Vandamme (Direktor, Programmation des Festivals Oude Muziek Utrecht)
Mag. Jan David Schmitz (Leiter Programmplanung, Dramaturgie und szenische Projekte am Brucknerhaus Linz)
Wissenschaft:
Ao. Univ.-Prof. Dr. Herbert Seifert (Institut für Musikwissenschaft der Universität Wien)
Ein Vertreter aus den Kulturkreisen des barocken Habsburgerreichs:
Krijn Koetsveld (Dirigent, Cembalist und künstlerischer Leiter des New Bach Ensembles und der "Van Wassenaer Competition")
Medienvertreter:
Richard Lorber (Redakteur für Alte Musik WDR/Köln)
Andrea Braun (Musikjournalistin: Toccata, WDR, BR Klassik, Deutschlandfunk, SWR…)
sowie:
Gunar Letzbor (Leiter von Ars Antiqua Austria)
Peter Reichelt (Dramaturg am Wiener Konzerthaus, Programmverantwortlicher der Resonanzen)hat folgende Preisträger durchwegs mit ausnehmend hohem musikalischem Niveau, ausgewählt:
Heinrich Ignaz Franz Biber Preis für die höchste Punktewertung:
MARIA LADURNER
Sopran
und Ensemble Fonte della SaluteRomanus Weichlein Preis für die Förderung österreichischer Barockmusik:
DARIA SPIRIDONOVA
ViolineFranz Joseph Aumann Preis für Neuentdeckungen und innovative Interpretation von Barockmusik:
LA PALATINE
Noémie Lenhof – Viola da gamba
Guillaume Haldenwang – Cembalo, Orgel
SPEZIALPREISE:
Westdeutscher Rundfunk:
Ensemble I ZEFIRELLI
(Luise Henriette Catenhusen – Blockflöte; María Carrasco Gil – Barockvioline; Jakob Kuchenbuch – Barockcello; Tobias Tietze – Laute und Barockgitarre; Tilmann Albrecht – Cembalo & Orgel; Jeroen Finke – historische Perkussion )Wiener Konzerthaus:
Ensemble DUE ORATORI
(Antje Becker – Traversflöte; Ondrej Bernovsky – Cembalo)
Note 1 Music Gmbh und Fiori Musicali:
Maria LADURNER (Sopran) & Ensemble Fonte della Salute,
Daria SPIRIDONOVA (Violine),
Nina POHN (Violine) & Martin Riccabona (Orgel/Cembalo)
Toccata Nr. 4/102, Juli-August 2019, S. 10.
Internationaler H.I.F. Biberwettbewerb, 2.-4. Mai 2019: Der internationale H.I.F. Biberwettbewerb wurde 2009 zum ersten Mal ausgeschrieben, und bereits damals war die Resonanz auf dieses Kulturangebot überwältigend, erinnert sich Gunar Letzbor, Barockgeiger und spiritus rector dieses musikalischen Wettstreits. Seither findet selbiger alle zwei Jahre in den Räumlichkeiten des prachtvollen Stiftes St. Florian bei Linz in Österreich statt, und verhalf schon vielen vor allem jungen Musikern zu einem leichteren Start in eine internationale Karriere.
Auch 2019 wurden aus unzähligen Anmeldungen 18 teilnehmende Solisten und Ensembles aus aller Welt ausgewählt am eigentlichen Wettbewerb teilzunehmen, die sich zuvor auf CD und DVD vorgestellt hatten. Für drei Tage bevölkerten also vom 2. bis zum 4. Mai um die 60 Musiker die barocken Anlagen des Stiftes St. Florian, spielten um die Wette, tauschten Erfahrungen und Kontakte aus, genossen die kulinarischen Spezialitäten der oberösterreichischen Küche und nahmen unvergessliche Erinnerungen in ihre Heimatländermit.
In mehreren Aspekten unterscheidet sich dieser Wettbewerb dabei von anderen seiner Art. So gibt es beispielsweise keine Altersbegrenzung und obwohl die meisten Bewerber doch der jüngeren Generation angehören, besteht zumindest theoretisch auch die Möglichkeit für ältere Musiker, sich hier etwa in einer neuen Ensembleformation einmal auszuprobieren. Auch ist die Besetzung der Teilnehmer offen: Instrumentalisten und Sänger sind als Solisten ebenso willkommen, wie in beliebiger Ensembleformation; allerdings stets auf historischem Instrumentarium, in authentischer Aufführungspraxis.
Vor allem für die jungen Musiker ist es dabei praktisch, dass nur eine Wettbewerbsrunde stattfindet, da sie auf diese Weise nur zwei oder drei Übernachtungen finanzieren müssen, während es bei vielen anderen Wettbewerben gleich um eine Woche oder mehr geht. Für diese Wettbewerbsrunde müssen sie allerdings immerhin 40 Minuten Musik vorbereiten, von denen im Wettbewerb dann tatsächlich 20 Minuten in Konzertatmosphäre gespielt werden. Ein besonderer Fokus liegt bei der Konzeption dieser Programme auf der österreichischen Barockmusik. Aus dem Gesamtprogramm wählt die Jury dann kurz vor Wettbewerbsbeginn ein Pflichtstück, das komplett vorgetragen werden muss.
Ein weiterer Pluspunkt für die Teilnehmer besteht außerdem in den öffentlichen Beurteilungsgesprächen, in denen die Jurymitglieder den einzelnen Musikern oder Gruppen nicht nur ihre Punktewertung mitteilen, sondern individuell auf Stärken und Schwächen eingehen, die sie in der jeweiligen Darbietung ausgemacht haben und auch Nachfragen der Musiker sind natürlich erlaubt. Bei der Beurteilung geht es dabei nicht nur um technisches und musikalisches Können, sondern es fließen auch Aspekte, wie die Programmgestaltung, die wissenschaftliche Vorarbeit, das Auftreten der Interpreten auf der Bühne und ein möglicher innovativer Interpretationsansatz mit ein.
Entsprechend besteht auch die Jury bei diesem Wettbewerb nicht ausschließlich aus Musikern, sondern auch aus den Menschen, die den Nachwuchssolisten und –ensembles im besten Falle eben tatsächlich ihren Lebensunterhalt sichern: Konzertveranstaltern, Kritikern und Agenten. In diesem Jahr waren das Xavier Vandamme (Direktor des Festivals Oude Muziek Utrecht), Jan David Schmitz (Leiter Programmplanung, Dramaturgie und szenische Projekte am Brucknerhaus Linz), Dr. Herbert Seifert (Professor am Institut für Musikwissenschaft der Universität Wien), Krijn Koetsveld (Dirigent, Cembalist und künstlerischer Leiter des New Bach Ensemblesund des Van Wassenaer Wettbewerbs), Richard Lorber (Redakteur für Alte Musik beim WDR), Andrea Braun (Agentin, Musikjournalistin bei Toccata und im öffentlich-rechtlichen deutschen Hörfunk), Gunar Letzbor (Barockgeiger, Leiter von Ars Antiqua Austria) und Peter Reichelt (Dramaturg am Wiener Konzerthaus und für die Resonanzen Wien).
Und in noch einem anderen Aspekt unterscheidet sich der Biber-Wettbewerb von so manch anderem Wettstreit: Den Gewinnern winken nicht nur Geldpreise, sondern sowohl eine professionell produzierte Demo-CD als auch diverse Konzerteinladungen als Sonderpreise für die Preisträger bedeutet ihr Erfolg insofern oft den Beginn einer internationalen Musikerkarriere, da Einladungen zu Konzertauftritten in bedeutenden Konzertreihen auf der ganzen Welt die Folge ihres Auftretens in St. Florian sind. Schon im Preisträgerkonzert präsentieren sich die Gewinner des Wettbewerbes außerdem dem Publikum im Rahmen des Eröffnungskonzertes der Konzertreihe Fiori Musicali im Sommerrefektorium von St. Florian.
Die höchste Punktewertung ersang sich in diesem Jahr die Sopranistin Maria Ladurner, die damit den Heinrich Ignaz Franz Biber-Preis gewann. Für die Förderung österreichischer Barockmusik wurde die junge Barockgeigerin Daria Spiridonova aus Tatarstan mit dem Romanus Weichlein-Preis ausgezeichnet, und den Franz Joseph Aumann Preis für Neuentdeckungen und innovative Interpretation von Barockmusik erhielt das französische Ensemble La Palatin, bestehend aus Noemie Lenhof Viola da gamba, und Guillaume Haldenwang Cembalo, Orgel.
Der WDR stiftete außerdem noch ein bezahltes Konzert mit Rundfunkübertragung im Funkhaus Köln, welches das deutsche Ensemble I Zefirelli bestreiten wird, und im Wiener Konzerthaus darf Due Oratori auftreten, mit Antje Becker Traversflöte und Ondrej Bernovsky Cembalo.
Zur Produktion einer CD bei der Note1 MusicGmbH ist gleich eine ganze Gruppe von Musikern eingeladen, die sich außerdem noch über drei Konzerteinladungen für die Saison 2020 freuen dürfen, bei denen sie gemeinsam musizieren werden: Sopranistin Maria Ladurner, Geigerin Daria Spiridonova, sowie Nina Pohn (Violine) & Martin Riccabona (Orgel/Cembalo).
Dabei sei es weder den Juroren, noch den Spendern der Sonderpreise leicht gefallen, am Ende zu entscheiden, erklärte Gunar Letzbor nach dem ausverkauften Preisträgerkonzert des Wettbewerbs. "Das Niveau war durchgängig sehr hoch, es waren so viele professionelle Musiker und Gruppen dabei da hätten wir fast jeden zu einem Konzert einladen können". Darob habe es in der Jury auch immer wieder intensive Diskussionen gegeben, welchen Aspekt einer jeweiligen Interpretation man als wesentlicher bewerten solle, als andere; welche Besetzung vielleicht auch für ein mögliches Publikum interessanter wäre. "Aber ich glaube, letztendlich haben wir eine gute Wahl getroffen" freute sich Letzbor, "und ich möchte behaupten, die Resonanz des Publikums im Preisträgerkonzert hat uns da auch rechtgegeben!"
ZUSAMMENFASSUNG DER PUNKTEWERTUNG:
Die Jury wählt folgendes Pflichtstück aus:
TEILNEHMERPROGRAMME
(Programme und Lebensläufe im Wortlaut der Einsendungen)
2. Mai 2019
3. Mai 2019
Programme
1. J. J. Froberger (1616-1667). Tombeau faît à Paris sur la mort de monsieur Blancheroche. FbWV 632
2. J.-P. Rameau (1683-1764). Premier concert from Pièces de clavecin en concerts:
La Coulicam (arr.S. Rampe)
La Livri,
Le Vézinet (arr. S. Rampe)
3. J. Steffan (1726-1797). Sonata D dur, op.3 No.3. Menuet, Allegro Inglese
4. J. Haydn (1732-1809). Sonata G dur. Hob.XVI : 6
COMPETITION PROGRAMME
Georg Muffat
Passacaglia in G minorGirolamo Frescobaldi
Toccata seconda (libro 2)Jean-Henry d'Anglebert
Tombeau de ChambonnièresJohann Sebastian Bach
Chromatic Fantasy and Fugue in d minor, BWV 903Carl Philipp Emanuel Bach
Sonata W.49/1 “Wurttemberg n.1”
Moderato - Andante - Allegro AssaiINTERNATIONAL H.I.F. BIBER COMPETITION
competition program
J. S. Bach – Parita c-minor BWV 826 (12 min) parts:
II. Allemande III. Courante V. Sarabande V. Rondeaux VI. Capriccio
W. F. Bach – Fantasia a minor F. 23 (4 min)F. Couperin – Les Ombres Errantes form 25eme Ordre (4 min)
M. Rossi – Toccata Settima (4 min)
J. J. Froberger – Tombeau fait a Paris sur la mort de Monsieur Blancheroche (4 min)
L. Couperin – Preludium a l’imitation de Mr. Froberger from I suite (7 min)
G. F. Haendel – Fantasia c major (4 min)
Few austrian baroque pieces was written for viola da gamba. However, there are many beautiful pages deserving to be better known. First at Innsbruck archducal court, Bartolome de Selma y Salaverde and William Young composed in the 17th century wonderful pieces for basso solo or viola da gamba. Later Andreas Lidl, a true master of this instrument, wrote three sonatas in Esterháza. But the duo La Palatine especially cares about the role of harpsichord in austrian music too. That’s why this programm includes pieces of the Viennese composer Alessandro Poglietti and extend to Graun’s trio sonata, in which viola da gamba and harpsichord hold a wonderful dialogue. The french origin of the musicians encouraged them to include a Marin Marais’ piece : they discovered it in the National Library of Scotland and wrote a proposition of basso continuo part.
Fray Bartolomé de Selma y Salaverde (ca. 1580/90) – post 1638), Susanna passeggiata per basso solo (Canzoni, Fantasie e Correnti da suonar ad una, 2, 3 e 4 con basso continuo)
William Young ( ? – 1662), Pieces for solo viol, Prélude, Allemande and Sarabande
Alessandro Poglietti ( ? – 1683), Suite sopra la ribellione di Ungheria, Courente « Le proces » and Gigue « la Lige »
Marin Marais (1656-1728), Suite en ré mineur, Plainte [Panmure manuscript, MSS 9447-9476 : this suite does not belong to the five Livre de Pièces de violes of Marais : it was filed in the National Library of Scotland (Edimburgh), without basso continuo. We wrote a proposition of basso continuo part.]
Andreas Lidl (ca. 1740 – ca. 1789), Sonata I, Moderato – Andante – Tempo di menuetto
Johann Gottlieb Graun (1703-1771), Trio a cembalo, viola da gamba e basso in C Major, Wendt 87:I, Andante, Allegro non molto, Allegro [adapted for obbligato harpsichord and viola da gamba]
Programm
H.I.F. Biber Wettbewerb 2019
Barriere, Jean-Baptiste (1707-1747)
Sonata 4 - G-Dur
aus Sonates pour le Pardessus de Viole avec la Basse Continue - Livre V.
ca. 10:00 min
Ariosti, Attilo (1666-1729)
Sonata 2 - G-Moll
aus 15 Sonaten
ca. 10:00 min
Telemann, Georg Phillipp (1681-1767)
Suite in C-Dur
ca. 10:00 min
Finger, Godfrey (1660-1730)
Sonata Solo in G
ca. 10:00 min
________________
Gesamt 40:00 min
Celaesti et Terrestri
Himmlisches und Irdisches
Francesco Usper (ca.1560 – 1641) Salvator mundi aus Compositione Armoniche, Venedig 1619
Alessandro Grandi (1577 – 1630) Deus, canticum novumGiuseppe Scarani (1628 – 1641) Amor Jesu dulcissime
Francisco Valls (1665-1747) ¿Qué es lo que me niega Amor? Aus "Mapa Armónico Práctico"Henry Purcell (1659 - 1695) ´Twas within a Furlong of Edinborough Town
Anónimo Qué me queries, caballero? Aus Cancionero de Palacio
Anonimo Cargado de tantos males aus Romances y letras de a tres vocesAntonio Cesti (1623 – 1669) Intorno all´idol mio aus L´Otontea 1656
Alessandro Grandi O intemerata
Claudio Monteverdi Illustratevi o cielli aus Il ritorno d'Ulisse in patriaGiovanni Paolo Cima (ca.1598 – 1622) Jubilate Deo aus Concerti Ecclesiastici 1610
POEMETTO DRAMATICO
Auf den Spuren von „La Badia“Anna Maria Badia ca. 1674 - 1726
IL FONTE DELLA SALUTE
Aperto dalla Grazia nel Calvario
Componimento Sacro
Cantato
Al Santissimo Sepolcro di Cristo
La Sera del Venerdi Santo
dell’Anno 1721Musica dall Giovann’ Giuseppe Fux
Sinfonia
(6’)
LA PASSIONE NELL’ ORTO
Oratorio
Cantato al
SS.mo Sepolcro
La Sera del Venerdi Santo
dell’Anno 1708Poesia di Pietro Ant. Bernardoni
Musica di Marc’ Antonio ZianiArie des Angelo
erstmals gesungen von Anna Maria Badia„Uom barbaro e rio“
(4’30)
MELEAGRO
Drama per Musica
Rappresentato nel felicissimo Giorno Natalizio
della S.C.R.M. di
Giuseppe P.mo
Imperatore de’Romani Semper Augusto.
L’anno 1706Poesia di Pietro Antonio Bernardoni
Musica di Marc’ Antonio Ziani
Rezitativ und Arie der Atalanta
erstmals gesungen von Anna Maria Badia„Ah che un nodo“ – „E tenero il mio cor“
(3’30)LA PSICHE
Poemetto Dramatico
Nel Giorno del Nobilissimo Nome
Della Sac. Ces. Real maestà
Dell’Imperatrice
Eleonora Maddalena
Teresa
L’anno 1703Musica di Carlo Agostino Badia
Rezitativ und Arie der Psiche
erstmals gesungen von Anna Maria Badia„Or si ch’io sono“ - „Qual mesto nocchiero“
(4’)
DAFNE IN LAURO
Componimento
per Camera
Nel festeggiarsi il Giorno
Natalizio di Sua C.C.R.M.
Di
Carlo VI Imperator de Romani
L’anno 1714Poesia dall Dottor Pietro Pariati
Musica dall Giovann’ Giuseppe FuxRezitativ und Arie der Diana
erstmals gesungen von Franziska Maria Schoonians„Se dunque“ – „Il voler vincer Amore“
(5’)
ENDIMIONE
Favola per Musica
Nel Giorno del Gloriosissimo Nome
della S.C.R.M.
dell’Imperatrice
Amalia Willelmina
Dell’Anno 1706
Poesia del Francesco de Lemene Nobile Lodigiano
Musica del Giovanni BononciniRezitativ und Arie der Diana
erstmals gesungen von Anna Maria Badia„Che posso far“ – „Gelosia cruda inumana“
(2’30)
AMOR TRA NEMICI
Drama Per Musica
Rappresentato
Nel Felicissimo Giorno Natalizio
della S. C. R. M.
Di
Giuseppe P.mo
L’anno 1706Poesia di Pietro Antonio Bernardoni
Musica dal P: Attilio Ariosti
Rezitativ und Arie der Asteria,
Principessa della Stirpe de’ Zegri, sotto nome di Orcane
erstmals gesungen von Anna Maria Badia„Sventurata“ - „Della morte un vil rifiuto“
(5’30)
IL FONTE DELLA SALUTE
Aperto dalla Grazia nel Calvario
Componimento Sacro
Cantato
Al Santissimo Sepolcro di Cristo
La Sera del Venerdi Santo
dell’Anno 1721Musica dall Giovann’ Giuseppe Fux
Arie von „La Misericordia“
Erstbesetzung unbekannt
„So che piace“
(7’)Programm
Johann Heinrich Schmelzer(1623-1680)
Trio Sonata Nr.9, a-moll für Violine, Viola da Gamba und Basso continuo
aus Duodena Selectarum Sonatarum Band III (1659)Heinrich Ignaz Franz Biber(1644-1704)
Pastorella für Violine und Basso continuo
aus Minoritenkonvent Wien, Kodex 726Antonio Bertali(1605-1669)
Trio Sonata für Violine und Viola da Gamba und Orgel
aus Partiturbuch Ludwig (1662 oder davor)Anonymer Meister (17.Jahrhundert)
Sonate „Musikalisches Uhrwerk“ für Violine und Basso Continuo
aus Minoritenkonvent Wien Kodex 726František Xaver Brixi (1732- 1771)
Pastorella in C für OrgelGiovanni Antonio Pandolfi Mealli(1624-1670)
Sonata prima „La Bernabea“ für Violine solo
aus Opera Quarta (1660 Innsbruck)Programm
Giovanni Battista Fontana (1571-1630) aus 18 Sonate à 1, 2, 3 (Venedig 1641): Sonata ottava
Tarquinio Merula (1595 – 1665) aus Canzoni overo sonate concertate per chiesa e camera Op.12: No. 10 La Cattarina
Girolamo Frescobaldi (1583 – 1643) aus Canzoni da sonare a una, due, tre et quattro (Venedig 1634): Canzon Quarta à due canti
The Division Violin (1684)/ The Division Flute(1705)/ division de joye (2019): Division on a ground
Luzzasco Luzzaschi (1545 - 1607) aus 12 Madrigali per cantare e sonare (1601): Stral pungente d’amore
Antonio Caldara (1670 – 1736) aus Motetti à 2, 3 voci Op. 4 (Bologna, 1715): Caro mea vere est cibus
Antonio Caldara (1670 – 1736) aus Motetti à 2, 3 voci Op. 4 (Bologna, 1715): Benedictus Deus
Luzzasco Luzzaschi (1545 – 1607) aus 12 Madrigali per cantare e sonare (1601): Aura soave (Bearbeitung division de joye)
The Division Violin (1684)/ The Division Flute (1705)/ division de joye (2019): Readings Ground
Girolamo Frescobaldi (1583 – 1643) aus Canzoni da sonare a una, due, tre et quattro (Venedig 1634): Canzon Terza à due canti
Girolamo Frescobaldi (1583 – 1643) aus Primo libro d'Arie musicali, per cantarsi nel gravicembalo e tiorba, a una, a dua e a tre voci (Firenze 1630): Se l'aura spira tutta vezzosa
Teilnehmer / Candidate G
The Unknown: 18th century discoveriesGeorg Philipp Telemann Concerto for Flute and Harpsichord in b minor TWV 42:h1
(1681 - 1767) I. Adagio
II. Vivace
III. Gratioso
IV. Presto
playing time: 10´ from VI Concerts et VI Suites pour le Clauessin et la Trauersiere, etc., 1734Friedrich Wilhelm Heinrich Benda Sonata no. 1 Op. 3 in G major
(1745 – 1814) I. Cantabile
II. Scherzando
Playing time: 7‘ from 3 Sonates pour le clavecin avec l’accompagnement d’une flûte ou violinCarl Philipp Emanuel Bach Trio Sonata for Flute and Harpsichord in G major,
(1714 - 1788) Wq. 150 , H. 574, 1747
playing time: 4´30´´ II. AdagioAnton Filtz /Fils/ Trio no 6. in D major (originally B flat major)
(1733 - 1760) I. Allegro
II. Amoroso
playing time: 6´ from Six trios de clavecin
avec l´accomp. de flûte ou violon, 1763Johann Matthäus Leffloth ´ Concerto for Flute and Harpsichord in D major, 1730
(1705 - 1731) I. Andante
playing time: 5´30´´ II. AllegroLudwig Albert Friedrich Baptiste Sonata no. 13 in d minor
(1700 - 1775) I. Adagio
II. Allegro assai
III. Largo
IV. Vivace
playing time: 7´ from Op. 2, VI Sonate da Camera à Flauto traverso, ò Violino, è Cembalo ò Violloncello, ca. 1736
total playing time: 40´
Programm
Tarquinio Merula (1595)
CiacconaHeinrich Ignaz Franz Biber (1644-1704)
Sonata violino solo representativa
Allegro | Nachtigal | Cu Cu | Fresch | Adagio | Die Henn, Der Hahn |
Die Wachtel | Die Katz | Musquetir Mars | AllemandeJohann Heinrich Schmelzer (1623-1680)
Lament. sopra La morte Ferdinando III à 3
aus: Codex Rost, ca.1660-88I Want You Back
Arrangement inspiriert von Jackson 5, Johann Pachelbel, The Beatles, Green DayJohann Heinrich Schmelzer (1623-1680)
Die Fechtschule (Balletto a 4)
Aria 1 | Aria 2 | Sarabande | Courente | Fechtschule| Bader AriaClaudio Monteverdi (1567-1643)
Ciaccona Zefiro torna
aus: Scherzi musicali, Venezia 1632
Programm Biber Wettbewerb 2019
Programm
Georg Christoph Wagenseil (1715-1777)
Triosonate in D-Dur (Ms. Sorø Akademi, Sorø, Dänemark)
Andante Allegro
Adagio Lento
Allegro Presto
(ca : 9:30min)Georg Philipp Telemann (1681-1767)
Quatuor V in a-Moll TWV 43:a1 (aus: 6 Quatuors ou Trios, Hamburg, 1733)
Andante
Divertimento 1. Vivace
Divertimento 2. Presto
Divertimento 3. Allegro allegro
(ca : 7:30min)Giuseppe Sammartini (1695-1750)
Sonata V in G-Dur (aus: Sonate a solo, et a due flauti traversi col loro basso, London, 1736)
Andante
Allegro
Adagio
Allegro
(ca : 6:45min)Tomasso Prota (1727?)-nach 1768)
Suite in G (aus: Premier Livre de Trios, Op.1, Paris, 1751)
Andante
Allemande Allegro
Andante
Gigue Allegro
(ca : 8min)
Heinrich Ignaz Franz von Biber (1644- 1704), Passacaglia from “The Mystery (Rosary) Sonatas”
Johann Joseph Vilsmayr (1663-1722), Partita VI form “6 partitas for solo violin”
Johann Paul von Westhoff (1656—1705), Suite in D minor from “6 suites for solo violin”
Francesco Geminiani (1687 - 1762), “Solostueck fuer Violine C-dur”
Georg Philipp Telemann (1681- 1767), Fantasia XII for solo violin TWV 40:25
Concert Program
composer piece time Giovanni Herico Albicastro Sonata op.9 no .12 la folia 12 minuites H.I.F Biber Passacaglia 10 minuites Johann Heinrich schmelzer Sonata Quarta 11 minuites J.S. Bach Partita no.2 chaconne 13 minuites Wien 1638 – Innsbruck 1658 – Salzburg 1678
Carlo Farina (ca. 1600 – 1639)
Sonata detta la desperata
aus: Fünffter Theil newer Pavane, Gagliarden, Brand: Mascharaden, Balletten, Sonaten. Dresden, 1628Antonio Bertali (1605 – 1669)
2. Sonata. Violino Solo. [in d]
aus: PARTITUR BUCH. Voll Sonaten […] unterthanigst überreicht von Jacobo Ludovico. Gotha, 1662____________________________________
als Preludio:
Giovanni Buonaventura Viviani (1638 – 1693)
Toccatta II. [Beginn]
aus: Capricci armonici, da chiesa e da camera a violino solo[…], opera quarta. Venetia, 1678Giovanni Antonio Pandolfi Mealli (1624 – um 1687)
Sonata Seconda. „La Viviana.“
aus: Sonate a Violino Solo, Opera Quarta. Innsbruck, 1660____________________________________
als Preludio:
Heinrich Ignaz Franz von Biber (1644 – 1704)
Sonata I: Praeludium.
aus: Rosenkranzsonaten, um 1674Georg Muffat (1653 – 1704)
Sonata Violino Solo
Prag, 1677
Unser Konzertprogramm soll jeweils den geigerischen Stil an drei zentralen Höfen aufzeigen.
Zu Beginn befinden wir uns im Jahr 1638 am Kaiserhof in Wien. Carlo Farina findet in der Kapelle der Kaiserinwitwe Eleonora seine letzte Anstellung, bevor er wahrscheinlich ein Jahr später verstarb. Antonio Bertali durfte hingegen den Großteil seines Lebens in Wien verbringen. In diesen ersten Jahren wird er in den Verzeichnissen noch als Instrumentalist bezeichnet, seine Ernennung zum Kapellmeister erfolgte erst über 10 Jahre später.
Giovanni Buonaventura Viviani versuchte später ebenfalls in Wien Fuß zu fassen, folgte aber erst einmal in den 1650er Jahren seinem älteren Cousin Antonio Maria Viviani an den landesfürstlichen Hof in Innsbruck. Letzterem widmet der gemeinsam mit beiden unter Erzherzog Ferdinand Karl angestellte Geiger Giovanni Antonio Pandolfi Mealli eine seiner Sonaten.
1678 treffen in Salzburg zwei Musiker aufeinander, deren beide Spuren in den vorausgegangenen Jahren im böhmischen Teil des Habsburgerreiches nachgewiesen werden können. Georg Muffat wird am erzbischöflichen Hof Organist; der sich schon etwas länger in Salzburg aufhaltende Geiger Heinrich Ignaz Franz von Biber wird Vizekapellmeister. Ob sie sich vorher schon begegnet sind und dass sie irgendwann gemeinsam die von Muffat geschriebene Violinsonate musiziert haben, ist zwar nicht belegt, dürfte aber sehr wahrscheinlich sein.„Virtuose Violinmusik am Kaiserhof in Wien“
Anonym Toccata a-A 9 min
Wiener Minoritenkonvent Manuskript XIV 726: Nr. 94Johann Caspar Teubner Sonata d-D 5 min
(?-1697) Wiener Minoritenkonvent Manuskript XIV 726: Nr. 88Carlo Farina Sonata detta la Desperata g-G 8 min
(1600-1639)Giovanni Buonaventuta Viviani (?) Capriccio D-D 4 min
(1638-1693) Wiener Minoritenkonvent Manuskript XIV 726: Nr. 91Rupert Ignaz Mayr Sonata E-E 5 min
(1646-1712) Wiener Minoritenkonvent Manuskript XIV 726: Nr.102Nicola Antonio Porpora Violin Sonata I A-A
(1686-1768) Wien, Federico Bernardi 1754
Preludio 2 min
Fuga 3 min
Adagio 3 min
Allegro 2 min
Ca 41 min
Program
Violin sonata in E minor, Heinrich Biber (12’)
Sonata « la Cesta », Giovanni Antonio Pandolfi Mealli (7’)
« Sonata representativa », Heinrich Biber (15’)
Violin sonata, Philipp Friedrich Böddecker (6’)
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